Categories Menu


Startseite    Praxis    Leistungen    Heilmethoden    Physiotherapie    Aktuelles    Kontakt


Aktuelles

—————————————————————————–

Info : Weihnachten 2019 und Jahreswechsel

Do., 19.12. bis So. 22.12.19       geschlossen

Mo., 23.12. bis So., 29.12.19     Rufbereitschaft
                                                    Feiertags und Wochenende 24 h
                                                    Werktags nachts 19 Uhr bis 7 Uhr


Mo., 23.12.19                             verkürzte offene Sprechstunde
14.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Fr., 27.12.19                              Terminsprechstunde
10.00 Uhr bis 12.00 Uhr


Mo., 30.12.19 bis So., 05.01.19 geschlossen / Urlaub


———————————————————

Neue Öffnungszeiten ab 01. August 2019!

 

Liebe Tierbesitzer,
ab dem 01. August werden wir leicht veränderte Öffnungszeiten haben.

Montag               10:00 – 13:00 Uhr                     15:00 – 19:00 Uhr

Dienstag            11:00 – 13:30 Uhr                      ab 15:00 Uhr nur mit Termin

Mittwoch          Vormittag nur Termine            15:00 Uhr – 18:00 Uhr

Donnerstag       12:00 – 13:00                              16:00 – 19:00 Uhr

 

 

 

——————————————————————————

Stellungnahme der Kleintierpraxis Thiel zum Thema „Kastration von Hündinnen und Rüden“

Laut deutschem Tierschutzgesetz ist es verboten, einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen zuzufügen, bzw. Körperteile zu amputieren. Bei der Kastrationen werden die Organe wie Eierstöcke/Gebärmutter bzw. Hoden entfernt, also amputiert. Solch einen Eingriff müssen Tierärzte entsprechend medizinisch rechtfertigen können. Die Läufigkeitsblutung der Hündin oder das markieren der Rüden ist kein medizinischer Grund für eine Kastration.

Im Sinne des Tierwohles und der gesetzlichen Bestimmungen lehnen wir es ab Hunde ohne eingehende Untersuchung und Beratung auf Verlangen der Tierbesitzer zu kastrieren. Vor allem wenn die Kastration aufgrund von Verhaltensproblemen bei Rüden vorgenommen werden soll, behalten wir uns vor zunächst alle zur Verfügung stehenden Methoden zur Problembehandlung einzusetzen, eher der endgültige Eingriff geplant wird. Hierzu zählen ein entsprechendes Hundetraining und die sogenannte chemische Kastration. Hierbei dient die chemische Kastration nur als Ausschluss ob das gezeigte Verhalten tatsächlich sexuell motiviert ist.

Wir empfehlen allen Tierbesitzern schon bei der Anschaffung des Hundes zu überlegen welches Geschlecht in Betracht kommt. Sollte die Überlegung zu einem Zweithund gehen, ist dieses ebenso zu berücksichtigen. Jedem sollte bewusst sein, dass geschlechtsreife Männchen und Weibchen sich verpaaren können. Daher ist auch eine ungewollte Verpaarung kein triftiger Grund ein gesundes junges Tier einer Kastration zu unterziehen.

Oft thematisiert werden Verhaltensprobleme als Grund für eine Kastration. Hierbei ist zunächst zu unterscheiden ob es sich um ein Verhaltensproblem, eine Verhaltensstörung oder um Normalverhalten handelt.
Zum Normalverhalten gehört intensives schnuppern und Harnmakieren. Diesem kann man gut mit einem entsprechenden Training entgegenwirken.
Ein Verhaltensproblem / Problemverhalten ist meistens ein Normalverhalten, welches in erster Linie für den Tierhalter aber auch für den Hund ein Problem darstellen kann, z.B. Harnmakieren in der Wohnung oder Dominanzverhalten des Hundes. Auch hier kann ein Hundetrainer mit einem guten Trainingsplan abhelfen.
Eine Verhaltensstörung liegt vor bei einer erheblichen Abweichung vom Normalverhalten, die keinen Zweck erkennen lässt. Ob diese tatsächlich hormonbedingt ist gilt es vor einer Kastration abzuklären.

Eine Kastration alleine kann in aller Regel keine Verhaltensprobleme/ -störung kurieren.
Manche Hunde sind gerade nach einer Kastration in ihrem Verhalten, und zum Teil auch Wesen verändert. So kann ein angstaggressiver Rüde nach einer Kastration noch ängstlicher sein.

Einige Besitzer meinen auch die Scheinträchtigkeit sei ein Grund für eine Kastration. Die Scheinträchtigkeit an sich ist für den Hund aber völlig normal und wurde von der Natur dem Hund bzw. Vorfahren Wolf gegeben zur sicheren Versorgung der Welpen in einem Rudel. Das die Hündin also Nestbauverhalten und / oder Bemuttern von Kuscheltieren zeigt und unter Umständen auch Milch bildet ist völlig normal. Nur in Ausnahmefällen „leiden“ die Hunde.

Zu erwähnen sind außerdem die Nebenwirkungen die nach einer Kastration auftreten können.
Bei Hündinnen kann es zu Inkontinenz kommen, v.a. Große Hündinnen sind davon betroffen.
Langhaarige Hunde können Fellveränderungen zeigen, dass so genannte „Welpenfell“. Hierbei kommt es zu einem vermehrten Wachstum der Unterwolle.
Übergewicht ist ein häufiges Problem nach einer Kastration. Dieses entsteht aber durch eine nicht angepasste Fütterung, dass heißt der Hund bekommt mehr Kalorien als er verbraucht. Hunde nach einer Kastration haben einen niedrigeren Energiebedarf.
Neuerdings scheinen auch einige orthopädische Erkrankungen wie z.B. Kreuzbandrisse aber auch einige Tumore bei kastrierten Hunden häufiger aufzutreten.

Natürlich gibt es einige Hündinnen und Rüden bei denen die Kastration tatsächlich medizinisch notwendig ist. In manchen Fällen sogar wirklich dringend, wie zum Beispiel einer Gebärmuttervereiterung (Pyometra) oder Hodentumoren.

Bei Fragen rund um das Thema Kastration beraten wir Sie gerne individuell. Es gibt in diesem Themenbereich keine Standartlösung. Jedes Individuum muss in seinem Wesen und seinem Lebensumfeld entsprechend betrachtet werden.

——————————————————————————

Notdienste / Rufbereitschaften

 

Liebe Tierbesitzer,

die Notdienste finden Sie immer im unteren Bereich auf unserer Homepage (auf allen Seiten).


Der Notdienst gilt wochentags für die Nachtstunden von 19 bis 7 Uhr,
samstags, sonntags und an Feiertagen ganztags.

Das heißt aber nicht, dass der Tierarzt immer Vorort in der Praxis ist. Es ist immer notwendig vorher telefonisch Kontakt aufzunehmen.

Bitte beachten Sie, dass der Notdienst für Notfälle reserviert ist und lediglich der ersten Notfallversorgung dient.
So kann es sein, dass Ihnen bei kleineren Wehwehchen nahegelegt wird bis zur nächsten offiziellen Sprechstunde zu warten oder in schlimmen Fällen die Fahrt in eine Tierklinik der bessere Weg wäre.

Laut der GOT (Gebührenordnung für Tierärzte) ist der Tierarzt verpflichtet im Notdienst erbrachte Leistungen nach einen deutlich höheren Gebührensatz zu berechnen.